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Dragon Blade: Wrath of Fire  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 23.04.2008
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Mäßiges Action-Abenteuer mit solider Wiimote-Steuerung.

Steinzeitlich inszenierte Wii-Action
Wieder einmal erstrahlt ein Hoffnungsschimmer für alle Schwertkampf-Fans mit Nintendo Wii zu Hause am Horizont. Bei Dragon Blade: Wrath of Fire verspricht Publisher Koch Media spannende Schwertkämpfe
» Die Bosse sind gelungen.
gegen Drachen, Monster und fiese Bösewichte. Die Wiimote-Steuerung soll hier natürlich für ein einmaliges Spielerlebnis sorgen. Dumm nur, dass Dragon Blade: Wrath of Fire eine Low-Budget-Produktion ist, was man dem Titel an allen Ecken und Enden ansieht. So fällt bereits das billige Renderintro nicht nur durch seine schlechte Qualität negativ auf, sondern auch durch eine nicht vorhandene Sprachausgabe. Statt dessen gibt es Untertitel – wohlbemerkt in einem Rendervideo!

Wenig besser kommt das Spiel selbst davon. So durchstreift man mit seinem virtuellen alter Ego streng lineare, schlecht designte Levels, in denen man allerhand dumme Gegner schnetzelt. Dies funktioniert mit Hilfe der Wiimote ganz ordentlich. Wird sie nach rechts, link, oben oder unten geschwungen, führt der Held einen entsprechenden Schlag aus. Mittels Buttons wird geblockt sowie gesprungen und es lassen sich so auch Ziele anvisieren.

Drachenpower vs. Bosse
Im Verlauf des Spiels erhält man darüber hinaus diverse Drachenfähigkeiten, welche beispielsweise das Gleiten per Flügeln ermöglichen oder besonders starke Attacken auf die Feinde niederprasseln lassen. Diese wiederum
» Drachen-Power!
kosten Feuerkraft, welche, genauso wie die Lebensenergie, durch das Einsammeln von Orbs aufgefüllt werden kann. Abseits der drögen Standardgegner wissen immerhin die Bosse zu gefallen. Diese erfordern spezielle Taktiken und sind fernab von blindem Controller-Schleudern angesiedelt. Allerdings sei an dieser Stelle auch gleiche eine Warnung an Anfänger ausgesprochen: Dragon Blade: Wrath of Fire ist ein ziemlich schweres Unterfangen und könnte ungeduldige Spielernaturen schnell frustrieren.

Technisch enttäuscht das Programm leider auf ganzer Linie. Die Grafik erinnert mit ihren matschigen Texturen, kargen Umgebungen, schwachen Modellen und mäßigen Animationen an frühe PS2-Zeiten, während der Sound recht belanglos vor sich hin läuft. Auch beim Umfang geizen die Entwickler: Mehr als fünf bis sieben Stunden dürfte niemand mit dem Titel verbringen.
Pro
Gelungene Bossfights
Solide Wiimote-Steuerung
Contra
Miese technische Inszenierung
Schlechtes Leveldesign
Lahme Story und Inzenierung
Dröge Standard-Fights
Fazit
Dragon Blade: Wrath of Fire ist ein weiteres Spiel, das mit einer innovativen Wii-Schwertkampf-Steuerung lockt, den Anspruch der gespannten Fans aber wohl kaum erfüllen wird. Das liegt nicht einmal an der Bedienung, die insgesamt ganz zufriedenstellend funktioniert, sondern am gesamten Rest des Spiels. Abgesehen von den ordentlichen, wenn teils auch sehr happigen, Bossfights bietet der Titel nämlich nur stark unterdurchschnittliche Einheitskost. Angefangen beim miesen Leveldesign, über die drögen Standard-Fights und billige technische Inszenierung bis hin zur lahmen Story gibt es nämlich kaum ein gutes Haar an Dragon Blade: Wrath of Fire zu lassen. Bleibt als nur zu sagen, dass man selbst als Fan von Schwertkämpfen und Drachen die Finger von diesem Spiel lassen sollte. Wer dennoch unbedingt einmal reinschnuppern will, sollte dies erst tun, wenn das Spiel zu einem akzeptablen Preis zu erhalten ist. Die empfohlenen 45 Euro sind nicht nur angesichts der gebotenen Qualität, sondern auch der kurzen Spielzeit einfach zu viel.