Klassische Adventure-Kost mit harten Kopfnüssen für Genre-Fans.
Das Tunguska-Ereignis Die Hintergrundgeschichte von
Geheimakte Tunguska ist genauso sensationell wie auch mysteriös. Der Name stammt von der recht großen, nicht genau definierte Region im Südteil des großen Mittelsibirischen
» Was Nina da drinnen wohl erwartet? |
Berglands (Russland, Asien), welche die beiden Flüsse Steinige Tunguska und Untere Tunguska umschließt. Bekannt wurde die Region vor allem durch das
Tunguska-Ereignis, eine große Explosion, die 1908 an der Steinigen Tunguska etwa 65 km südwestlich von Wanawara stattfand und ein riesiges Gebiet verwüstete.
Ihre Ursache ist bis heute nicht restlos geklärt.
Genau hier klinkt sich Hauptdarstellerin Nina in das Geschehen ein und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach ihrem Vater und der
Geheimakte Tunguska. Der Wissenschaftler scheint wie vom Erdboden verschluckt und die durchaus nicht auf die Klappe gefallene Nina wird schnell in den verzwickten und
mit recht heftigen Rätseln gespickten Kriminalfall hinein gesaugt. Spielerisch bietet
Geheimakte Tunguska klassisches Point and Click-Gameplay, das vom PC gut auf die Bedienung mit Stylus auf dem DS übertragen wurde.
Point and Click Adventure Das Gameplay dreht sich rund um das Besuchen von Locations und dem vielschichtigen Kombinieren von Objekten - meistens um damit Rätsel zu lösen. Hilfreich bei der Erforschung erweist sich das
» Hier muss sicher gleich ein Rätsel gelöst werden. |
Lupen-Icon am rechten oberen Bildschirmrand, welches bei Aktivierung kurzfristig alle interessanten Dinge aufzeigt. Die massig vorhandenen Mono- und Dialoge werden etwas trocken
über Texttafeln präsentiert, wodurch das bereits langsame Fortschreiten der Story kaum an Fahrt gewinnt. Aufgelockert wird die Stimmung dafür dank
atmosphärisch ansprechende Videosequenzen, die für DS-Verhältnisse sehr gut gelungen sind.
Klanglich gibt es einige sehr
ansprechend komponierte Themen zu verzeichnen, die sowohl über Kopfhörer als auch die eigenbauten Lautsprecher gut klingen. Während technisch bei der DS-Fassung alles in Ordnung geht,
mangelt es dem Titel eindeutig an Spritzigkeit: Genre-typisch bietet
Geheimakte Tunguska nach dem ersten Durchzocken kaum mehr Anreiz für einen weiteren Durchgang. Hinzu kommen zähes Suchen nach Inventar, Kombinieren von Items und harte Rätselkost, welche nicht
nicht jedermanns Sache sind. Zum Glück kann man aber komfortabel jederzeit auf verschiedenen Slots den Spielstand abspeichern und die Geschichte später fortsetzen.