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Clever! Das Spiel, das Wissen schafft

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 24.04.2008
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Kindgerechter Knobelspaß mit einer zweckmäßigen Präsentation und schwachem Mehrspieler-Modus.

Wissen ist Macht
Sat.1 hat einige erfolgreiche Abendsendungen im Programm, die regelmäßig die Zuschauer vor das Fernsehgerät locken. Auch Clever! mit Wigald Boning erfreut sich einer
» Verbindet die Zahnräder und Ketten richtig miteinander.
treuen Fan-Gemeinschaft, offeriert die Show doch lustige, aber dennoch bildende Experimente. So verwundert es auch nicht, dass SevenOne Intermedia ein Denkspiel mit der bekannten Sat.1-Lizenz für den Nintendo DS veröffentlicht. Anhänger der Sendung werden jedoch überrascht sein, dass bis auf den Titel Clever! Das Spiel, das Wissen schafft kein richtiger Bezug zum Original besteht. Stattdessen steht ein kindlicher Knobelspaß im Vordergrund, der mit 100 verzwickten Laborexperimenten ausreichend Unterhaltung für jung und alt bieten soll.

Um den Aufgaben einen Zusammenhang zu geben, bastelten die Entwickler eine seichte Geschichte rund um ein paar Schulstreber, die von Schlägern bedroht werden. Körperlich haben die klugen Köpfe zwar keinerlei Chance gegen die Rüpel, aber mit ihren einfallsreichen Streichen zahlen sie den Raufbolden deren Taten heim. Wie zu erwarten befindet sich die Story auf sehr kindlichen Niveau, weshalb auch die Altersfreigabe ab drei Jahren nicht zu verwundern mag.

Ein Geistesblitz
Dank eines ausführlichen Tutorials werden alle spielrelevanten Aspekte genauestens erklärt. Die intuitive Stylus-Steuerung geht von der ersten Sekunde an locker von der Hand und erkennt
» Zahlt den Raufbolden ihre Gemeinheiten heim.
auch kleinste Berührungen des Touchscreens. Mit der Kontrolle vertraut gilt es 100 Laborexperimente zu lösen, in denen Zahnräder, Laufbänder, Batterien, Kabel, Rohre und andere Utensilien korrekt zusammen gesetzt gehören, um das gestellte Problem zu lösen. So muss man z.b. mit einer vorgegebenen Anzahl an Leitungsrohren das Wasser vom Wasserhahn zu einer bestimmten Stelle umleiten oder mittels Zahnrädern Laufbänder in Gang bringen, damit ein Ball vom Bildschirm verschwindet. Im weiteren Spielverlauf steigt der Schwierigkeitsgrad stetig an, dennoch bleibt das Spiel stets fair, was an der gelungenen Hilfsfunktion liegt. Die zeigt bei Bedarf an, wo ein bestimmter Gegenstand platziert werden muss. Nach dem Absolvieren des Hauptmodus können sich die Spieler auch unter Zeitdruck in Multi-Karten-Spielen miteinander messen. Aufgrund des Kartenzwangs für jeden Zocker und des fehlenden Online-Modus weiß das Game jedoch hier nicht ausreichend zu motivieren.

Die im Comicstil gehaltene Grafik wirkt leider nur zweckmäßig und technisch veraltet und wird bei älteren Spielern keinen Anklang finden. Die fröhliche Hintergrundmusik und Klangeffekte, wie z.B. das Platzen von Ballons oder das Drehen von Zahnrädern, passen gut zum Geschehen, ohne sich negativ oder positiv hervorzuheben.
Pro
Intuitive Steuerung
100 Aufgaben
Ausführliches Tutorial
Nützliche Hilfsfunktion
Contra
Zweckmäßige Präsentation
Kein Online-Modus
Seichte Geschichte
Fazit
Clever! Das Spiel, das Wissen schafft ist ein grundsolider Knobelspaß für jüngere Spieler. Dank der intuitiven Steuerung und dem ausführlichen Tutorial werden selbst Anfänger sofort mit dem Experimentieren anfangen. Im Einzelspieler-Modus gilt es nämlich 100 verzwickte Aufgaben zu lösen, wobei der Schwierigkeitsgrad stetig ansteigt. Für ein paar Tage wissen die Logikaufgaben gut zu unterhalten. Falls der Kopf vor lauter Überlegen anfängt zu rauchen, sollte man auf die Hilfsfunktion zurückgreifen, welche nützliche Tipps offeriert. Der Mehrspieler-Modus kann aufgrund der fehlenden Online-Unterstützung allerdings nie richtig überzeugen. Hier haben die Entwickler an der falschen Stelle gespart - Multi-Karten-Duelle werden nur wenige Spieler erleben dürfen. Die zweckmäßige Präsentation löst ebenfalls keine Begeisterungsstürme aus und könnte ältere Zocker verschrecken. Als lockerer Knobelspaß für Zwischendurch hat Clever! durchaus seine Daseinsberechtigung, allerdings bieten Spiele, wie z.B. Tetris DS oder Polarium, bessere Unterhaltung fürs Geld.
Infos
Erhältlich für
Genre
Denkspiele
   Logik
Publisher
CDV
Entwickler
CDV
Website
-
Release
14. März 2008
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