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LostWinds  
» Autor: Wolfgang Radax
» Datum: 27.05.2008
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Frontier präsentiert ein erfrischendes Jump n’ Run, welches sein Potenzial leider nicht voll ausschöpft.

Gelernt ist gelernt
Zum Auftakt des WiiWare-Service offeriert Designer-Legende David Braben mit LostWinds einen 2D-Platform-Titel, welcher im wahrsten Sinne des Wortes für frischen Wind im Genre sorgt. Der junge Knabe Toku lässt sich mit dem
» Toku erforscht neugierig die Umgebung.
Analogstick des Nunchuk-Controllers steuern, ist jedoch Genre-untypisch nicht des Springens per Knopfdruck mächtig. Hier schafft euer Begleiter Enril Abhilfe: durch Zeigebewegungen mit der Wiimote veranlasst ihr den Windgeist zu entsprechenden Luftstößen. Diese bringen Toku nicht nur an vermeintlich unerreichbare Orte, sondern sind auch das A und O in den gelegentlichen Feindbegegnungen.

Im weiteren Verlauf des Spiels erhält Enril eine Reihe von Fähigkeiten wie Luftsog oder Wirbelsturm, die nicht nur eure Kontrahenten neutralisieren, sondern auch für die zahlreichen Schalterrätsel von essenzieller Bedeutung sind. Das Abenteuer findet dabei sowohl über als auch unter Tage statt, wobei besonders die Freilichtpassagen durch Detailreichtum überzeugen. Bäume und Blumen schwanken unter euren Windstößen und auch die Passanten in den Dörfern reagieren auf die Elementarkräfte. Leider weisen die Höhlenabschnitte nicht den gleichen Charme auf und wirken stellenweise etwas lieblos. Der 1000 Wii-Punkte teure Download bietet euch drei Stunden Nettospielzeit. Das klingt zwar wenig, ist aber in Relation zu vielen Vollpreistiteln durchaus angemessen.
Pro
Innovatives Konzept
Gelungene Wiimote-Integration
Liebevolles Design
Contra
Kurze Spielzeit
Steuerung gelegentlich etwas fummelig
Fazit
Altmeister Braben hat sein Handwerk offenbar nicht verlernt und präsentiert hier als Executive Producer einen durchaus gefälligen "Float n’ Run"-Titel. LostWinds betört durch seine charmante Präsentation sowie Detailverliebtheit und integriert die Wiimote-Steuerung gelungen ins Spielgeschehen. Mit großer Leichtigkeit erschafft ihr Windströme, die den kleinen Toku an entlegene Abschnitte tragen und so zur Erkundungsreise einladen. Leider schöpft der Titel jedoch nicht sein ganzes Potenzial aus. Vor allem die Höhlenabschnitte wirken vergleichsweise karg, aber auch die sich wiederholenden Schalterrätsel nerven gegen Spielende hin durch kleinere Steuerungsprobleme. Dennoch bleibt LostWinds über die gesamte Spielzeit hinweg kurzweilig. Dass bereits nach rund drei Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmert, ist zwar schade, das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt im Vergleich zu Vollpreistiteln dennoch. Unterm Strich bietet das Entwicklerstudio Frontier einen ansprechenden Platformer mit netten Ideen, der gute Unterhaltung für einen regnerischen Nachmittag bringt und auch zum nochmaligen Durchspielen anregt.