Großartiges Prequel zu einem der besten Japano-RPGs aller Zeiten.
Final Fantasy VII - PrologFinal Fantasy VII gehört unumstritten zu den besten und gleichzeitig auch beliebtesten Japano-RPGs aller Zeiten. Das ursprünglich auf der PlayStation 1 erschienene Spiel hat mittlerweile sein ganz eigenes Franchise innerhalb der
Final Fantasy-Reihe aufgebaut. Die
Compilation of Final Fantasy VII umfasst drei Spiele, einen Kurz-Anime sowie einen Kinofilm. Zu den spielbaren Titeln gesellt sich nun noch das PSP-Spiel
Crisis Core: Final Fantasy VII, welches die direkte Vorgeschichte zu
Final Fantasy VII darstellt.
In der Rolle des SOLDIERS Zack kämpft man in Midgar für den Megakonzern Shinra, bis die er hinter ein dunkles Geheimnis kommt. Die Geschichte wird dabei in
zahllosen grandiosen Rendersequenzen und kaum weniger beeindruckenden Ingame-Szenen fortgesponnen. Zentrale Rollen spielen hierbei aus Final Fantasy VII bekannte Charaktere wie Sephiroth, Cloud und Aeris, aber auch der in
Dirge of Cerberus auftretende Genesis. Für sich alleine genommen ist die Storyline bereits sehr gut, ihr volles Potenzial entwickelt sie aber nur, wenn auch das Hauptspiel bekannt ist, da viele offen gebliebene Fragen beantwortet werden.
Runderneuertes GameplayWährend das Setting und die Charaktere weitestgehend aus
Final Fantasy VII übernommen wurden, beschreiten die Entwickler beim eigentlichen Gameplay neue Wege. Statt wie in einem klassischen Japano-RPG
» Die Kämpfe machen viel Spaß. |
in rundenbasierten Kämpfen mit einer Party anzutreten, ist der Spieler in
Crisis Core während Kämpfen stets auf sich alleine gestellt. Auch geht es in diesen nicht Zug-um-Zug zur Sache, sondern in Echtzeit. So führt man Schwerthiebe sowie zuvor ausgerüstete Spezialattacken und Zaubersprüche in bester Hack'n'Slay-Manier aus und vollführt Ausweich- und Blockmanöver, um gegen
etliche Standardgegner sowie große Bosse zu bestehen.
Um seinen Charakter auszurüsten steht dem Spieler ein reichhaltiges Repertoire an Materia zur Verfügung. Wie in
Final Fantasy VII können diese magischen Energiekugeln individuell aufgelevelt werden und stellen dem Spieler bestimmte Manöver oder Statusverbesserungen zur Verfügung. Außerdem lassen sie sich durch das neue Fusionssystem miteinander verschmelzen, um an immer bessere Substanzen zu kommen. Aufgrund der schieren Masse an verschiedenen Energiekugeln sowie etlichen Sondergegenständen, die ebenfalls zur Verbesserung der Materie hergenommen werden, ist die
Motivation, mehr und mehr dieser Gegenstände durch Kämpfe anzuhäufen, enorm.
Einarmiger BanditEine weitere Neuerung ist das sogenannte
DMA-Rad. Dieses Glücksrad in Form eines einarmigen Banditen läuft während Kämpfen stets am oberen Bildschirmrand mit und gibt alle paar Sekunden drei
» Was führt Sephiroth im Schilde? |
zufällige Bilder von im Spiel getroffenen Freunden und gesammelten Beschwörungen wieder. Je nach Kombination wirkt sich das Ganze positiv auf den Hauptcharakter aus, indem beispielsweise seine Energie regeniert wird. Bei drei gleichen Charakterbilden führt die entsprechende Person sogar einen
Unterstützungsangriff aus, was durch eine längere, spektakuläre Sequenz eingeläutet wird – ähnlich den Beschwörungszaubern aus
Final Fantasy VII. Leider lassen sich nicht alle diese Sequenzen abbrechen, was auf Dauer nervig sein kann.
Darüber hinaus funktioniert auch das Aufleveln von Materias und des Helden über das DMA. Neben den Bildern zeigt das Rad noch zahlen.
Bei entsprechenden Zahlenkombinationen kommt es zu einem Level-Up. Doch keine Sorge: Zumindest das Charakterleveln ist nicht komplett zufällig. Genau genommen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine „777“ (die zu einem Level-Up führt) mit jedem vernichteten Monster, so dass man wie in jedem anderen RPG auch
regelmäßig im Level aufsteigt.
Prächtig inszenierter Hauptstrang, etliche NebenmissionenDer Ablauf des Hauptstory-Strangs abseits der zahllosen Fights ist klassisch. Der Protagonist erkundet Dörfer, Dungeons und Landschaften,
» Die Rendersequenzen sind bombastisch. |
führt Gespräche mit NPCs und löst kleinere Rätsel- sowie Sucheinlagen. Der Spielablauf zeigt sich hier als sehr einfach und dürfte selbst blutige Einsteiger vor keine allzu großen Hürden stellen, so dass man
ganz ohne Frust die großartig inszenierte Storyline verfolgen kann. Wer dennoch Lust auf Herausforderung und Aufleveln verspürt, darf sich an den insgesamt
200 Nebenmissionen des Spiels versuchen.
Diese sind über jeden der zahlreichen, im ganzen Spiel verteilten, Speicherpunkte zugänglich und präsentieren sich in bester Dungeon-Crawler-Manier mit immer stärker werdenden Monstern. Perfekt für Unterwegs: Kaum eine Mission dauert länger als 10 Minuten. Als Belohnung winken nicht nur Level-Ups sondern auch
besonders mächtige Materias, Beschwörungszauber, Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Objekte zum Verbessern der Magiesubstanzen. Abwechslung sollte man hier jedoch nicht erwarten. Die Nebenmissionen beschränken sich auf reines Monstermetzeln und Itemsammeln. Dank des tollen Materia-Systems und der etlichen unterschiedlichen Feinde aber dennoch eine sehr motivierende Angelegenheit.
Bombastfeuerwerk auf der PSPEine aufwändige Square-Enix-Produktion
gibt sich natürlich auch grafisch keine Blöße. So zählt
Crisis Core: Final Fantasy VII auch gleich zum technisch Besten, was die PlayStation Portable zu bieten hat. Detailgrad,
» Das DMA-Rad hat direkten Einfluss auf die Fights. |
Texturen, künstlerische Gestaltung, Charaktermodelle, Framerate und Animationen sind auf höchstem Niveau - lediglich God of War: Chains of Olympus strahlt an dieser Stelle heller. Noch besser als die tolle Optik präsentiert sich der Soundtrack mit seinen treibenden Melodien, die teils komplett neu komponiert wurden und teilweise an alte Stücke der Serie anschließen.
Ebenfalls nicht gespart haben die Entwickler bei den Sprechern, welche die zahllosen Zwischensequenzen vertonten. Der Umfang des Titels schwankt übrigens sehr stark - ganz nach Spielweise. Wer die Nebenmissionen links liegen lässt und sich nur auf die Hauptstory konzentriert, schafft den Titel in
15 bis 20 Stunden. Mittels der optionalen Quests kann die Spielzeit aber locker auf
über 50 Stunden gesteigert werden.