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Die ultimative Brettspiele-Sammlung

» Autor: Wolfgang Radax
» Datum: 23.06.2008
» Gesamtwertung:
/5
1/5: Kaufwarnung
hat zahlreiche Schwächen.
Wie wir bewerten
Prädikat sinnlos: Diese Spielesammlung aus dem Hause Empire hat keinerlei Daseinsberechtigung.

Plunder in Perfektion
Die ultimate Brettspielesammlung bietet insgesamt zwölf Gesellschaftsspiele aus den drei Kategorien Klassisch, Strategie und Familie an. Das Angebot umfasst Schach, Dame, Reversi, Backgammon, Vier gewinnt,
» Auch grafisch nicht gerade ein Hingucker.
Gomoku, Mahjong, Sudoku, Puzzle, Halma, Wortwürfel und Schiffe versenken. Über ein schlicht gehaltenes Hauptmenü könnt ihr die einzelnen Spiele ansteuern. Je nach Wahl dürft ihr euch dann mit bis zu drei Gegnern Auseinandersetzungen liefern. Der Haken an der Sache: für jeden Spieler ist eine eigene Wiimote notwendig. Alternativ können die einzelnen Spiele natürlich auch gegen den Computer bestritten werden.

Was auf der Rückseite der Verpackung großmundig als Tutorials zum Erlernen der Spiele angepriesen wird, sind im Grunde kurze Textanleitungen, die über mehrere Bildschirme die Steuerung und die Regeln erklären. Die einzelnen Titel sind größtenteils im 3D-Look gehalten, was jedoch öfters für Unübersichtlichkeit sorgt. Besonders bei Schach ist die klassische 2D-Ansicht durch nichts zu ersetzen – und leider nicht mit an Bord. Bei Sudoku wiegt das Fehlen einer Notizfunktion schwer und Vier Gewinnt wartet nicht gerade mit einer ausgeklügelten KI auf. Insgesamt kämpft jeder der Titel mit kleineren Mängeln oder lässt einiges an Benutzungskomfort vermissen. Besondere Erwähnung verdient schlussendlich noch die belanglose Hintergrundmusik, die längere Spielesessions (> 10 Minuten) zur reinsten Qual werden lässt.
Pro
Nie wieder Spielsteine verlieren
Contra
Eine Wiimote pro Spieler
Höllisch nervige Musik
Teils unübersichtlich
Fazit
Warum sollte jemand eine Brettspielesammlung für eine Konsole kaufen wollen? Solisten müssen auf jegliche Online-Multiplayer-Modi verzichten, gegen die KI sind die Titel schlicht und einfach langweilig und für Mehrspieler-Partien ist der Kauf von bis zu vier Wiimotes erforderlich. Ein Blick auf die Rückseite der Verpackung liefert uns die Antwort des Publishers: "So verlierst du nie wieder Spielsteine!" Aaaah, na das ist ja mal wirklich ein Grund. Ein kurzes Rechenbeispiel: Brettspiele-Sammlung (Wii) für rund 30 Euro sowie im Durchschnitt zwei Wiimotes zu je 40 Euro macht mal schlanke 110 Euro, damit der launige Spieleabend vorm heimischen Fernseher an den Start geht. Eine herkömmliche Spielesammlung gibt’s bereits ab zehn bis 15 Euro. Die bietet aber auch im Schnitt rund 20 mal so viele Titel. Wie oft ihr da Spielsteine verlieren dürft, bis sich die Investition der Wii-Variante rechnet, könnt ihr mal selbst schnell kalkulieren. Mal abgesehen davon ist ein echtes Brettspiel in Sachen Spielspaß ohnehin nur schwer durch eine Computer-Fassung zu ersetzen. Dass dieses Unterfangen dennoch nicht zum Scheitern verurteilt ist, hat Nintendo bereits mit 42 Spieleklassiker eindrucksvoll bewiesen. Portabilität, Online-Modi, genügend Motivation für Einzelspieler und größere Vielfalt lassen den DS-Titel den einzig erträglichen Versuch auf diesem Gebiet bleiben.
Infos
Erhältlich für
Genre
Unterhaltung
   Brettspiel
Publisher
Koch Media
Entwickler
Koch Media
Website
-
Release
02. Mai 2008
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User-Bewertung
18
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