Gute Umsetzung des beliebten Strategiespiels, welche jedoch mit einer mauen Präsentation aufwartet.
Vorwärts, Marsch Auch heute noch erfreuen sich Brettspiele ungebrochener Begeisterung seitens der Käufer. Es bereitet vielen Menschen einfach großen Spaß gemeinsam mit der Familie und guten Freunden einen
» Die Schlacht kann beginnen. |
gemütlichen Spielabend zu verbringen. Einer dieser unverwüstlichen Klassiker ist
Stratego, ein Strategiespiel aus dem Hause
Jumbo, welches sich seit Jahrzehnten einer treuen Fanbasis erfreut. Doch in Realität stehen nicht jeden Abend gute Bekannte für eine kurzweilige Partie zur Verfügung - deswegen nützt
Ubisoft seine Chance und beglückt Fans des berühmten Brettspiels mit der Handheldumsetzung
Stratego Next Edition. In dieser können Videospieler alleine gegen die CPU antreten oder gemeinsam mit einem Freund ihrer kriegerischen Natur freien Lauf lassen.
Die Regeln von
Stratego sind schnell erklärt und erlauben auch Anfängern einen unkomplizierten Einstieg. Jeder Spieler verfügt über ein Sortiment von
40 Soldaten, die er verdeckt auf dem Brett platziert. Nun darf jeder Zocker pro Runde eine Einheit bewegen - treffen zwei Figuren aufeinander kommt es zu einem Duell, wobei die Karten kurzfristig aufgedeckt werden. Als Sieger dieser Schlacht geht der Soldat mit dem höheren Rang hervor. Um die gesamte Partie zu gewinnen gilt es die gegnerische Flagge zu entdecken und anzugreifen.
Der Klügere gewinnt Natürlich verfügt das Brettspiel über noch ein paar Feinheiten, die dem Ganzen eine besondere Note verleihen. Schon nach wenigen Partien zieht einem die
Mischung aus Strategie, Taktik, einer Prise » Die stärkere Einheit gewinnt das Duell. |
Memory und Glück in den Bann. Die Entwickler achteten auf die genaue
1:1-Umsetzung des Originals und spendierten dem Modul fünf verschiedene Varianten –
Stratego Original,
Stratego 90°,
Stratego Duell,
Open Stratego und
Custom Stratego - welche sich nur in Anzahl der Soldaten oder Neigung des Brettes unterscheiden. Die Steuerung des Spiels erfolgt gänzlich per Stylus, indem man die gewünschte Figur berührt und auf das nächste Feld zieht. Trotz der simplen Kontrolle erkennt der DS die Eingaben nicht immer korrekt und bewegt die Figur in die falsche Richtung. Dieses Manko ist jedoch verschmerzbar. Dafür enttäuscht das
Fehlen eines Story-Modus oder einer Kampagne. Dafür spendierten die Entwickler dem Game einen drahtlosen
Einzel-Karten-Modus, bei dem zwei Freunde mit nur einem Modul spaßige Schlachten bestreiten können, ein Online-Modus wurde leider nicht integriert.
Die Präsentation der Brettspielumsetzung fällt absolut
zweckmäßig aus. So sieht man nur das Feld und die als Karten dargestellten Einheiten, welche jede Runde bewegt werden.
Ubisoft spendierte dem Spiel nicht einmal Angriffsanimationen. Auch beim Sound reißt das Game keine Bäume aus. Nur eine spannend anmutende Melodie und wenige Klangeffekte untermalen das kriegerische Geplänkel.