Weiteres rundum gelungenes SOCOM-Paket für Unterwegs.
Alteingediente TruppeDie SOCOM-Reihe ist fast so alt wie die PlayStation 2. Mittlerweile bringt es die Serie auf fast zehn Ableger verteilt auf drei Systeme. Nachdem Ur-Entwickler Zipper Interactive die Programmierung quittierte, um
» Gut ausgespäht ist halb gewonnen. |
sich seinem Mega-Projekt
MAG zu widmen, übernahm der bis dato unbekannte Entwickler Slant Six Games die Reihe. Während ihr Debüt, das Taktikspiel
SOCOM: Tactical Strike auf ganzer Linie überzeugen konnte, löste
SOCOM: US Navy Seals: Confrontation für die PS3 gemischte Gefühle bei Fans und Fachpresse aus.
Mit
SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3 haben sie nun ihre Chance sich zu bewähren - allerdings zunächst wieder auf der PlayStation Portable. Der Titel greift natürlich bekannte Motive der Vorgänger auf: Wieder einmal sind irgendwo im nahen Osten Waffenschmuggler unterwegs, die gefährliche Geschäfte mit Terroristen machen und wieder einmal kann
nur eine kleine Truppe US-amerikanischer Elite-Soldaten das Schlimmste abwenden. Schön hingegen: Die Inszenierung. Missionen werden nicht nur mit Ingame-Sequenzen eingeläutet, auch während der Aufträge gibt es immer wieder kleine Einspieler, welche den Charme eines typischen 90er-Jahre-B-Movies versprühen.
PSP-geeignetDer Spieler schlüpft in die Rolle des afro-amerikanischen Seals Wraith, der zusammen mit drei Kameraden hinter feindliche Linien vordringt. In der rund sechsstündigen Kampagne begegnet man
» Die Seals machen sich bereit für den Angriff. |
dabei allerlei finsteren Osteuropäern, die es natürlich auszuschalten gilt. Wer einmal ein
SOCOM gespielt hat, wird sich auch hier sofort zurechtfinden. Aus der Third-Person-Perspektive steuert man seinen Schützling durch die Levels,
nimmt Feinde aufs Korn und befehligt seine Kameraden.
Die Bedienung wurde wie bereits in den beiden Vorgängern sehr gut ans PSP-Layout angepasst. Mittels Analogstick steuert man sein virtuelles Alter-Ego durch die Levels. Hält man dabei den linken Schulterbutton gedrückt kann man sich seitlich bewegen. Das Zielen auf Feinde geschieht beim Drücken des rechten Schulterbuttons automatisch. Befehle an Freunde wiederum werden über einfache Menüs verteilt.
Etwas unbefriedigend hingegen fällt das Deckungssystem aus. So kauert die Figur zwar automatisch hinter Deckungen nieder, allerdings wird es immer dann problematisch, wenn man um Ecken ballern möchte. Auch ist es nicht möglich über kleinere Hindernisse hinwegzuspringen, da es weder einen Sprung-Button noch kontextsensitive Aktionen gibt. Wer will kann nach wie vor übrigens auch manuell zielen, sich dabei allerdings nicht bewegen, so dass diese Option eigentlich nur bei Scharfschützengewehren sinnvoll ist.
Harte Jungs und viele WaffenFür das Erfüllen der Missionen stehen den Seals allerlei authentische Waffen und Ausrüstungs-Gegenstände zur Verfügung, welche allerdings nach und nach
freigespielt werden müssen. Neben
allerlei Sturm-, Scharfschützen und Maschinengewehren stehen natürlich auch Schrotflinten, Pistolen, Raketenwerfer, Minen und Handgranaten zur Auswahl. Die Waffen können zudem mit allerlei Verbesserungen ausgestattet werden. So sorgen Laservisiere und Griffe für eine erhöhte Genauigkeit, während Nachtsicht- und Thermo-Objektive Feinde auch im Dunkeln ausmachen. Vor jeder Mission dürfen Wraith und seine Kameraden beliebig ausgerüstet werden - zu beachten ist dabei lediglich ein Maximalgewicht an Ausrüstung.
Das
lineare Missionsdesign bietet einigen taktischen Spielraum, zeigt sich allerdings deutlich actionlastiger als in den Vorgängern. Erst auf den höheren Schwierigkeitsgraden sind vorsichtigere Taktiken von Nöten, um ans Ziel zu kommen. Veteranen, denen es nicht nur ums hirnlose Ballern geht, sollten also gleich auf den gehobeneren Stufen anfangen. Einsteiger und schießwütige Spielernaturen hingegen bleiben bei "Normal" oder eben "Leicht" und lassen ihrem Ballertrieb freien Lauf. Spaß macht der Titel jedenfalls in beiden Varianten.
Online geht die Post abHerzstück des Titels ist natürlich wie immer nicht die Solo-Kampagne, sondern der Mehrspieler-Modus. Hier dreht der Entwickler richtig auf und bietet neben
kompetativen 16-Spieler-Matches auch einen » Der Koop-Modus unterstützt vier Spieler. |
Vier-Spieler-Koop-Modus. Beide können sowohl Ad-Hoc im lokalen WLAN gezockt oder aber Online mit anderen Spieler ausgefochten werden. Während im Koop-Modus die gesamte Kampagne sowie Mini-Missionen mit Gleichgesinnten angegangen werden darf, stehen für die Versus-Schlachten acht gut designte Karten zur Verfügung. Fünf Spiel-Modi von Deathmatch bis Zerstörung sowie
zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten sorgen dabei für viel Abwechslung.
Technisch gibt sich
SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3 gewohnt hochwertig. Die Optik ist mittlerweile zwar durch Titel wie
Resistance: Retribution oder auch die beiden Syphon Filter-Spiele überholt aber immer noch sehr ansehlich. Akustisch gibt es vor allem durch die
fetten Waffeneffekte wieder ordentlich aufs Ohr, während sowohl englische wie auch deutsche Sprecher überzeugen. Unsere Download-Version aus dem PSN glänzt darüber hinaus mit kurzen Ladezeiten.