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SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 23.02.2010
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Weiteres rundum gelungenes SOCOM-Paket für Unterwegs.

Alteingediente Truppe
Die SOCOM-Reihe ist fast so alt wie die PlayStation 2. Mittlerweile bringt es die Serie auf fast zehn Ableger verteilt auf drei Systeme. Nachdem Ur-Entwickler Zipper Interactive die Programmierung quittierte, um
» Gut ausgespäht ist halb gewonnen.
sich seinem Mega-Projekt MAG zu widmen, übernahm der bis dato unbekannte Entwickler Slant Six Games die Reihe. Während ihr Debüt, das Taktikspiel SOCOM: Tactical Strike auf ganzer Linie überzeugen konnte, löste SOCOM: US Navy Seals: Confrontation für die PS3 gemischte Gefühle bei Fans und Fachpresse aus.

Mit SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3 haben sie nun ihre Chance sich zu bewähren - allerdings zunächst wieder auf der PlayStation Portable. Der Titel greift natürlich bekannte Motive der Vorgänger auf: Wieder einmal sind irgendwo im nahen Osten Waffenschmuggler unterwegs, die gefährliche Geschäfte mit Terroristen machen und wieder einmal kann nur eine kleine Truppe US-amerikanischer Elite-Soldaten das Schlimmste abwenden. Schön hingegen: Die Inszenierung. Missionen werden nicht nur mit Ingame-Sequenzen eingeläutet, auch während der Aufträge gibt es immer wieder kleine Einspieler, welche den Charme eines typischen 90er-Jahre-B-Movies versprühen.

PSP-geeignet
Der Spieler schlüpft in die Rolle des afro-amerikanischen Seals Wraith, der zusammen mit drei Kameraden hinter feindliche Linien vordringt. In der rund sechsstündigen Kampagne begegnet man
» Die Seals machen sich bereit für den Angriff.
dabei allerlei finsteren Osteuropäern, die es natürlich auszuschalten gilt. Wer einmal ein SOCOM gespielt hat, wird sich auch hier sofort zurechtfinden. Aus der Third-Person-Perspektive steuert man seinen Schützling durch die Levels, nimmt Feinde aufs Korn und befehligt seine Kameraden.

Die Bedienung wurde wie bereits in den beiden Vorgängern sehr gut ans PSP-Layout angepasst. Mittels Analogstick steuert man sein virtuelles Alter-Ego durch die Levels. Hält man dabei den linken Schulterbutton gedrückt kann man sich seitlich bewegen. Das Zielen auf Feinde geschieht beim Drücken des rechten Schulterbuttons automatisch. Befehle an Freunde wiederum werden über einfache Menüs verteilt. Etwas unbefriedigend hingegen fällt das Deckungssystem aus. So kauert die Figur zwar automatisch hinter Deckungen nieder, allerdings wird es immer dann problematisch, wenn man um Ecken ballern möchte. Auch ist es nicht möglich über kleinere Hindernisse hinwegzuspringen, da es weder einen Sprung-Button noch kontextsensitive Aktionen gibt. Wer will kann nach wie vor übrigens auch manuell zielen, sich dabei allerdings nicht bewegen, so dass diese Option eigentlich nur bei Scharfschützengewehren sinnvoll ist.

Harte Jungs und viele Waffen
Für das Erfüllen der Missionen stehen den Seals allerlei authentische Waffen und Ausrüstungs-Gegenstände zur Verfügung, welche allerdings nach und nach freigespielt werden müssen. Neben
» Feind im Visier.
allerlei Sturm-, Scharfschützen und Maschinengewehren stehen natürlich auch Schrotflinten, Pistolen, Raketenwerfer, Minen und Handgranaten zur Auswahl. Die Waffen können zudem mit allerlei Verbesserungen ausgestattet werden. So sorgen Laservisiere und Griffe für eine erhöhte Genauigkeit, während Nachtsicht- und Thermo-Objektive Feinde auch im Dunkeln ausmachen. Vor jeder Mission dürfen Wraith und seine Kameraden beliebig ausgerüstet werden - zu beachten ist dabei lediglich ein Maximalgewicht an Ausrüstung.

Das lineare Missionsdesign bietet einigen taktischen Spielraum, zeigt sich allerdings deutlich actionlastiger als in den Vorgängern. Erst auf den höheren Schwierigkeitsgraden sind vorsichtigere Taktiken von Nöten, um ans Ziel zu kommen. Veteranen, denen es nicht nur ums hirnlose Ballern geht, sollten also gleich auf den gehobeneren Stufen anfangen. Einsteiger und schießwütige Spielernaturen hingegen bleiben bei "Normal" oder eben "Leicht" und lassen ihrem Ballertrieb freien Lauf. Spaß macht der Titel jedenfalls in beiden Varianten.

Online geht die Post ab
Herzstück des Titels ist natürlich wie immer nicht die Solo-Kampagne, sondern der Mehrspieler-Modus. Hier dreht der Entwickler richtig auf und bietet neben kompetativen 16-Spieler-Matches auch einen
» Der Koop-Modus unterstützt vier Spieler.
Vier-Spieler-Koop-Modus
. Beide können sowohl Ad-Hoc im lokalen WLAN gezockt oder aber Online mit anderen Spieler ausgefochten werden. Während im Koop-Modus die gesamte Kampagne sowie Mini-Missionen mit Gleichgesinnten angegangen werden darf, stehen für die Versus-Schlachten acht gut designte Karten zur Verfügung. Fünf Spiel-Modi von Deathmatch bis Zerstörung sowie zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten sorgen dabei für viel Abwechslung.

Technisch gibt sich SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3 gewohnt hochwertig. Die Optik ist mittlerweile zwar durch Titel wie Resistance: Retribution oder auch die beiden Syphon Filter-Spiele überholt aber immer noch sehr ansehlich. Akustisch gibt es vor allem durch die fetten Waffeneffekte wieder ordentlich aufs Ohr, während sowohl englische wie auch deutsche Sprecher überzeugen. Unsere Download-Version aus dem PSN glänzt darüber hinaus mit kurzen Ladezeiten.
Pro
Umfangreiche Mehrspieler-Optionen
Koop-Modus für bis zu vier Spieler
Gut inszenierte Kampagne
Viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände
Satte Soundkulisse
Ordentliche Grafik
Contra
Relativ kurze Kampagne
Unzeitgemäßes Deckungssystem
Kein Springen über Hindernisse
Fazit
SOCOM: U.S. Navy Seals: Fireteam Bravo 3 ist eine rundum gelungene Fortsetzung zur beliebten Action-Reihe und bietet alles, was man sich von einem Nachfolger wünscht. Neben der gelungenen, aber etwas kurzen, Solo-Kamapagne, welche auch im Koop-Modus spielbar ist, dürfte es vor allem wieder der Online-Modus sein, welcher Fans vor die PSP fesselt. Optisch geht Socom dabei zwar nicht ganz mit der Zeit, sieht aber immer noch sehr ordentlich aus. Der fette Sound reißt zudem wieder einiges an Atmosphäre heraus. Die Bedienung gibt sich gewohnt durchdacht. Beim Deckungssystem hätte ich mir allerdings eine zeitgemäßere Umsetzung gewünscht. Resistance: Retribution zeigte Anfang letzten Jahres wie gut ein solches System auch auf einem Handheld funktioniert. Desweiteren ist der Umfang der Kampagne wieder etwas mau ausgefallen - reine Solisten kommen daher etwas kurz.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Taktik-Shooter
Publisher
SCEE
Entwickler
Slant Six Games
Website
-
Release
19. Februar 2010
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»  game4game
User-Bewertung
83
1 Bewertung
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