Einsteigerfreundliches Fantasy-Abenteuer, das jedoch an mangelnder Abwechslung und kurzer Spieldauer krankt.
Armageddon Man weiß es aus den Medien: die Zahl der großen Naturkatastrophen nimmt ständig zu und all das ist zu einem Gutteil dem Raubbau des Menschen an der Natur zu verdanken. Oder gibt’s dafür auch andere Gründe? In der Fantasy-Welt Alradur hat die Menschen
» Feinden tretet ihr mit euren magischen Kräften entgegen. |
jedenfalls auch ohne solche Eingriffe ein gar furchtbares Erdbeben aus dem Schlaf gerissen und seitdem ist nichts mehr so, wie es einmal war. Das große Grollen riss die Landmassen der Welt in Stücke und Monster machen die Gegend unsicher. Da trifft es sich, dass der Titelheld Bent bei einem Erkundungsgang nicht nur einen freundlichen Drachen ausfindig macht sondern auch in den Besitz eines mächtigen Zauberstabs gelangt.
Derart verstärkt beginnt der Junge, dem Grund für all das Unheil nachzugehen. Wer Publisher
Tivola kennt, weiß natürlich, dass dessen Produkte eindeutig auf die jüngsten Mitglieder der Zockergemeinde ausgerichtet sind. Dementsprechend erweist sich das Fantasy-Abenteuer als
äußerst leicht und zugänglich. Ihr steuert Bent mit dem Steuerkreuz oder dem Stylus aus einer Genre-typischen schrägen Vogelperspektive und vollführt mit bestimmten Zeichenbewegungen
Elementarzauber aus. Diese magischen Einlagen sind nicht nur die richtige Antwort auf lästige Feindesangriffe sondern helfen auch dabei, das ein oder andere
Schalterrätsel zu lösen. Die meiste Zeit seid ihr allerdings damit beschäftigt, diverse Gefälligkeiten für die Einwohner Alradurs leisten.
Fantastischer Botendienst Das ganze läuft zumeist nach folgendem Muster ab: Gehe nach Punkt B, hole dort Gegenstand C und bringen ihn zurück zu A. Mit etwas Glück möchte jemand an Punkt B als Gegenleistung zuvor noch einen Gegenstand D von Punkt E haben.
» Drache Aviel steht euch stets mit Rat und Tat zur Seite. |
Ansonsten läuft das Spiel allerdings immer nach demselben Rezept ab. Frustrierend wird das Ganze spätestens dann, wenn dieselbe Aufgabe zwei oder mehrmals hintereinander zu erledigen sind, weil dem Auftraggeber einfällt, dass er gerne mehr von Gegenstand X hätte … und dann noch mehr. Aber zumindest halten sich die Laufwege in Grenzen.
In Grenzen hält sich leider auch der Umfang auf und abseits der Haupt-Storyline. Es gibt nämlich keinen. Nach wenigen Stunden ist das Abenteuer absolviert,
Side Quests sucht man vergebens und die einzige Auflockerung stellen die
Flugsequenzen mit dem Drachen Aviel dar. Da die Länder ja vom Erdbeben in Stücke gerissen wurden, lassen sich größere Reisen nur auf dem Luftweg bestreiten. Auf diesen Flugabenteuern müsst ihr herannahenden Gesteinsbrocken und teils auch Feindesbeschuss ausweichen. Diese Sequenzen sind übrigens auch die einzigen im Spiel, die sich nicht pausieren lassen: unverständlich! Technisch zeigt sich
Dragon Master durchschnittlich, die Grafik reißt weiß Gott keine Bäume aus und auch die Soundeffekte wirken billig. Der Soundtrack weiß dagegen durchaus zu gefallen. Und auch die – einfach gestrickte – Story überzeugt dank durchwegs sympathischer Charaktere einigermaßen.