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Dynasty Warriors: Strikeforce

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 04.03.2010
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Online-Modus und Itemjagd sorgen für frischen Wind in ausgelutschter Franchise.

Frischer Wind im alten ChinaMit ungebrochener Regelmäßigkeit fallen die Dynasty Warriors seit etlichen Jahren über die Spiele-Gemeinschaft herein. Die vor allem in Japan extrem beliebte Reihe hat auch im Westen zahllose Anhänger gefunden,
» Es gibt wieder so richtig auf die Ohren.
so dass es fast jede Version der Metzelorgien auch in den Westen schafft. Neuester Teil der Reihe ist Dynasty Warriors: Strikeforce, welches letztes Jahr bereits für die PSP erschienen und nur für die PS3 und Xbox 360 portiert wurde.

Dabei schafft Strike Force etwas, was der Serie seit Jahren fehlt: Etwas wirklich Neues zu implementieren. Dies wird bereits beim Start des Spiels deutlich: Nachdem man sich für einen Offizier aus den mittelalterlichen chinesischen Königreichen Wu, Wei oder Shu entschieden hat, findet man sich in einem Dorf wieder. Dieses bietet allerlei Händler, bei denen neue Ausrüstungsgegenstände, Items und Magie gekauft werden können. Außerdem lassen sich hier befreundete Offiziere für die nächste Mission auswählen, Bauelemente tauschen und in einem Glücksspiel Status-Boni für die nächste Mission ergattern.

Dynasty Hunter
Das Spielprinzip ähnelt nun dem eines Monster Hunter. Von der Stadt aus geht man auf Missionen, wodurch weitere Aufträge freigeschaltet werden. Durch das Absolvieren von Neben-Missionen schalten sich
» Die Stadt ist Dreh- und Angelpunkt der Geschehnisse.
regelmäßig neue Hauptmissionen frei, an deren Ende natürlich die Eroberung ganz Chinas steht. Während der Missionen sammelt man allerlei Items und Goldstücke, welche sich in der Stadt zum Schmieden neuer Waffen, Accesoires und Magiesteine verwerten lassen. PS3-Besitzer dürfen sich darüber hinaus über Bonus-Missionen freuen, in denen man auf einige Ninja Gaiden-Charaktere trifft.

Außerdem können durch das Investieren dieser Elemente die bestehenden Gebäude ausgebaut werden, so dass neue, bessere Waren zur Verfügung stehen. Abseits von materiellen Werten sammelt der Spieler während der Missionen natürlich auch wieder Erfahrungspunkte. Diese lassen die Spielfigur im Level steigen, was deren Attribute verbessert.

Altes und Neues
Die Schlachten unterschieden sich ein wenig von den Vorgängern. Zwar steuert man seine Spielfigur immer noch aus der Third-Person-Perspektive über die Schlachtfelder und metzelt allerlei Feinde
» Solche Riesen-Monster sind ein nettes Zusatzfeature.
nieder, allerdings sind die Schlachtfelder in kleine Zonen unterteilt. Außerdem stellen sich dem Spieler deutlich weniger Gegner gleichzeitig in den Weg als in den Vorgängern, dafür ist deren Repertoire deutlich abwechslungsreicher ausgefallen. So gibt es neben unterschiedlich bewaffneten Standard-Soldaten und den besonders starken Offizieren auch noch allerlei wilde Tiere, Maschinen, Verteidigungsanlagen und haushohe Riesenmonster.

Neben seiner Hauptwaffe darf jeder Offizier noch eine beliebige zweite Waffe mit sich tragen. Zwischen diesen kann per Button jederzeit gewechselt werden. Ebenfalls neu sind Dashes, welches es der Spielfigur ermöglichen, sich blitzschnell in eine Richtung zu bewegen. Mehrere dieser Bewegungen können aneinandergereiht werden, um durch die Luft zu gleiten oder schneller von A nach B zu gelangen. Die besonders starken Musou-Attacken wurden um den Fury-Modus erweitert. Bei voll aufgeladener Energieleiste kann man per Knopfdruck in diesen Modus wechseln, was die Kampfstärke und Dashfertigkeiten des Offiziers erheblich steigert. Längeres Fliegen durch die Luft und entsprechende Kämpfe dort mit anderen Offizieren sind somit keine Seltenheit. Hierbei hilft das Lock-On-System, welches die Kamera auf einen Gegner fixiert - oder es zumindest versucht. Denn vor allem bei den blitzschnellen Luftmanövern verliert man schnell den Überblick.

Zu viert für ein vereintes China
Ein weiteres großer Pluspunkt des Titels ist der vollwertige Online-Modus. Statt mit drei CPU-gesteuerten Kameraden in die Schlacht zu ziehen, kann man sich hier mit Freunden und Fremden treffen, um gemeinsam
» Online darf zu viert gekämpft werden.
auf Itemjagd und Level Ups zu gehen. Außerdem dürfen gesammelte Offiziere und Gegenstände getauscht werden, um an rare Exemplare zu gelangen. Wer will kann darüber hinaus seine Stärke mit anderen Spielern in der Arena messen. Leider werden viele Missionen durch menschliche Mitspieler zu leicht - selbst viele Aufträge höheren Levels lassen sich mit vier aufgepowerten Spielern fast mühelos bewältigen.

Technisch gibt leider auch Dynasty Warriors: Strike Force wieder ein nicht zeitgemäßes Bild ab. Karge Umgebungen, detailarme Figuren, Popups und verwaschene Texturen bestimmen das Gesamtbild. Lediglich die bunten Effekte und die auch bei heftigerer Action konstante Framerate wissen zu gefallen. Beim Sound gibt es ebenfalls bekannte Kost: Treibende Beats und schrille Riffs kombiniert mit der typisch trashigen englischen Sprachausgabe und den guten Soundeffekten bilden einen gewohnten Klangteppich.
Pro
Online-Koop für bis zu vier Spieler
Viele Neben- und Hauptmissionen
Zahlreiche spielbare Charaktere
Schicke Effekte
Neue Features wie Luftkämpfe und Fury-Modus
Contra
Grafisch hoffnungslos veraltet
Kamera kommt nicht immer mit
Geringeres Gegneraufkommen als gewohnt
Kaum wirklich fordernde Missionen
Fazit
Schön, dass endlich einmal zumindest etwas neuer Wind in die Dynasty Warriors-Reihe kommt. Das Online-Konzept á la Monsterhunter geht auch hier voll auf und motiviert zum Metzeln, Sammeln und Verbessern des eigenen Charakteres und dessen Stadt. Erweiterungen wie das Dashen und der Fury-Modus inklusive Luftkämpfe sowie zahlreiche neue Gegnertypen sorgen für zusätzliche Inhalte abseits ausgelatschter Pfade. Leider hat man es seitens Koei abermals versäumt eine zeitgemäße, oder zumindest zeitgemäßere, Optik zu implementieren. So sehen die Schlachten immer noch aus wie zu Beginn dieser Konsolengeneration und selbst da war sie schon veraltet. Auch könnte einigen Spielern das geringere Gegneraufkommen missfallen. Wer allerdings nicht so sehr auf Grafik achtet und gerne in spaßigen Keilereien auf Item- und Level-Jagd geht, der ist hier richtig.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Massenschlachten
Publisher
THQ
Entwickler
Koei
Website
-
Release
19. Februar 2010
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User-Bewertung
85
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