Infos
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» Spielzeit: |
5 h |
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» Grafik: |
81 |
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» Sound: |
87 |
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» Spielspaß Solo: |
80 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
82 |
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Pro
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Soldaten befehligen |
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KI ist sehr gut gelungen |
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Gut erzählte, echte Geschichte |
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Grafik ist schön ... |
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Contra
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... ruckelt aber sehr stark (wegen überlad. KI ?) |
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Zu kurz |
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Bockschwer |
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Qualität
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"Ich wollte nie Truppenführer sein. Ich habe hier 8 Tage verbracht. 8 Tage an denen meine Männer, meine Brüder töten und getötet werden. 8 Tage an denen ich mir wünsche, dass es endlich vorbei ist ..." - Sgt. Matt Baker - 101. Luftlandedevision
So lautet einer der wenigen philosophischen Sprüche des introvertierten Soldaten "Matt Baker", der bei Kriegsbeginn der U.S. Army und deren Fallschirmjägern beitrat.
Der hochgelobte Ego-shooter beginnt am Namensgeber Hügel 30 und man spielt eine Szenerie nach in der man durch Sperrfeuer mit seinen Kameraden in einem Grabenkampf über das offene Feld gegen die deutsche Wehrmacht festgenagelt wird. Die paar übrig geblieben Soldaten schießen hektisch auf alles am Horizont was in grauer Uniform dahergewandert kommt und schreien sich vor lauter Panik und Angst gegenseitig an. Als die Wehrmacht dann die Katze aus dem Sack lässt und Panzer auf die Weltmacht loslässt gerät die Situation völlig ausser Kontrolle; Der eigentliche stille Funker "Kevin Leggett" fordert per Funk Panzer an. Allerdings scheint kein Signal auf der anderen Seite anzukommen und er wird immer ungeduldiger - Just in diesem Moment wird ein Kamerad neben ihm von einer Kugel erfasst und Legget dreht durch und rennt auf das offene Feld, ehe er von einem Panzer erfasst wird. Die Druckwelle des Geschosses erfasst auch den Helden und man verfällt in eine tiefe Bewustlosigkeit ...
Dieses kurze, spielbare Intro zeigt die Geschehnisse am Hügel 30, wie man sie im späteren Verlauf nocheinmal, dann aber in voller Länge erleben wird.
Jetzt befindet man sich ersteinmal am kriegerischen Anfang des Helden und man sitzt in irgendeiner amerikanischen Fliegermaschine, irgendwo über den Feldern des besetzten Hinterlandes Frankreichs. Während alle Insassen auf das grüne Licht warten, welches symbolisiert das diese aus dem Flugzeug springen können wird das Flugzeug von einer deutschen Flak erfasst und die Soldaten müssen Notspringen. Dabei werden sie überall verstreut und es gilt die eigene Gruppe zu finden.
Nachdem man sich mit der Steuerung in den schön gestalteten, französischen Dörfern vertraut gemacht hat geht es auch schon ans Eingemachte und man wird mit dem wohl herrausragendsten Feature des Spiels vertraut gemacht, nämlich dem Kommandieren der eigenen Soldaten. Dies funktioniert hervorragend dank der (fast) lückenlosen KI der Mitstreiter und schnell bemerkt man das man ohne diese aufgeschmissen ist, was zum einen an der Überzahl der Wehrmacht liegt und zum anderen an dem knallhartem Schwierigkeitsgrad ausgemacht werden kann. Dieser ist nämlich selbst auf "Leicht" schwer zu knacken und man büsst schon 3,4 Treffer ins eigene Fleisch mit dem Ableben des Protagonisten, der seine Kriegsgeschichte mit jedem neu ladendem Level erzählt.
Um das Kommandieren mal zu erläutern ...
Folgende Situation: Die Deutschen haben ein MG-Nest, direkt neben einem Haus errichtet. Über deren Köpfen erscheint nun ein Symbol welches das Verhalten der gegnerischen Einheit signalisiert. Ist dieses runde Symbol rot bedeutet das Gefahr, denn der Freind ist nahezu sicher und kann frei agieren. Ist das Zeichen allerdings grau wird der Feind nicht aus seiner Deckung verschwinden und auch nicht angreifen - Man ist also selber sicher.
Blickt man nun in die Richtung dieses Symbols wählt man mit einem Tastendruck das "Feuerteam" aus und befehligt dieses mit einem Knopfdruck Sperrfeuer auf das MG-Nest abzugeben. Jetzt sind die Deutschen an dieser Stelle festgenagelt und können nichts weiter machen als abzuwarten das euren Kameraden die Munition ausgeht. Jetzt wählt ihr das, wenn vorhanden, zweite Team aus welches auf Angriff spezialisiert ist. Ihr schleicht euch hinter das Haus und greift den Gegner von der Flanke an, ohne das diese euch bemerken oder gar, dank des Sperrfeuers flüchten können.
Dieses Prinzip wird immer wieder gebraucht. Es ist also verdammt wichtig das ihr keinen eurer Kameraden verliert, denn alleine ist eine Mission nur mit verdammt viel Glück zu meistern.
Und dieses Feature ist es auch was "Brothers in Arms: Road to Hill 30" von der Masse abhebt. Es mag sein das "Call of duty" oder "Medal of honor" leichter zu handhaben ist und diese Vorzeigetitel besser präsentiert werden, allerdings schafft es "BiA" die Thematik "2. Weltkrieg" spannend zu halten, obwohl wir dieses schon etliche Male durchgekaut serviert bekommen haben. Ob es an der ungewohnten, ländlichen Gegend liegt oder dem bisher einzigartigem Feature des Kommandieren liegt muss wohl jeder für sich selber entscheiden; etwas besonderes haben wir trotzdem programmiert bekommen. Diese Besonderheit ist es auch die über die ständigen, stärker am Ende des Spiels auftauchenden Zusammenbrüche der framerate entschuldigt und auch ab und zu über das sich ständig wiederholende Prinzip hinweg sehen lässt.

Fazit
"Brothers in Arms: Road to Hill 30" greift zwar wiedereinmal den 2. historisch größten Krieg auf, der schon in unzählbaren Spielen Sündenbock war, schafft es aber dank innovativem, aber sich zu oft wiederholendem Prinzip sympathisch zu halten. Ich kann jedem mit auch nur ein bisschen Interesse an die Geschehenisse dieser Zeit diesen Titel ans Herz legen, denn er wird eine bedrückende, realistische und von Massenschlachten freie Zeit erleben.
- Steve
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